Bericht zur REConf 2015

Die AEM Weinreich GmbH nahm auch dieses Jahr wieder an einer der bedeutendsten Tagungen rund um das Thema Requirements Engineering teil. Gemeint ist die REConf 2015, die vom 16. bis 19. März in München stattfand.

Das diesjährige Motto war „Bridging Gaps – Connecting People“. Da auch wir als Entwicklungsdienstleister uns als Bindeglied zwischen IT und Fachbereichen verstehen, waren wir gespannt auf Diskussionen aus Theorie und Praxis.

Für unseren erfahrenen Experten für RE und Prozesse, Mario Reale (AEM Weinreich GmbH), zeigte sich nach zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Requirements-Engineering-Experten und renommierten Vortragenden wie z. B. Dr. Ralph Young (IREB GmbH), Ellen Gottesdiener (EBG Consulting) und Colin Hood (Colin Hood Engineering GmbH) wieder einmal, dass der Faktor „Mensch“ eine wesentliche Rolle spielt.

Wichtig ist, dass im RE-Umfeld Vertrauen geschaffen wird. Dass Teamwork nicht nur proklamiert, sondern tatsächlich gelebt wird. Und dass die Bedeutung des RE nicht nur den Requirements Engineers klar ist, sondern auch den Führungskräften der gesamten Unternehmung. Ist das nicht der Fall, dann ist es unsere Aufgabe, das Thema RE praxistauglich und von Mensch zu Mensch zu vermitteln. Damit RE nicht als Randerscheinung verstanden wird, sondern als Managementdisziplin mit großer Schlagkraft erkannt wird.

Die Frage, ob eine „klassische“ oder eine agile Vorgehensweise anzuwenden ist, wird oft überbewertet und zu theoretisch diskutiert. Die Anwendung von Scrum muss mit den Begebenheiten des Projektumfelds zusammenpassen. Vorträge von Vertretern der Volkwagen AG sowie der BMW AG auf der REConf haben bestätigt, dass eine zu unflexible Anwendung modernster Methoden bspw. in der Hardware-Komponentenentwicklung der Automobilbranche oft nicht zielführend ist. Des Weiteren können „klassische“ Vorgehensmodelle durchaus agile Methoden beinhalten, auch wenn diese nicht als „agil“ bezeichnet werden. Letzten Endes kommt es nicht auf die Begriffe an, sondern auf das, was Mitarbeiter tun, um alle Anforderung effizient zu erheben, zu analysieren, zu prüfen und zu realisieren.

Uns liegt am Herzen, zusammen mit unseren Ingenieuren die stetig wachsende Komplexität in der Automotive-Entwicklung beherrschbar zu machen. Mit unserer Kompetenz in Beratung, Training und operativer Umsetzung konnten wir bereits in zahlreichen RE- und Prozessprojekten im Automotive-Bereich beweisen, dass wir mit „klassischen“ bzw. beim Kunden etablierten Methoden ebenso wie mit agilen Methoden erfolgreich zum Ziel gelangen.